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aktualisiert
Dienstag, 10.09.2019 9:40

I066

1957 | Cembalo zweimanualig Modell "14" Kurt Sperrhake (Passau) # 57.1618

Cembalo zweimanualig Modell "14". Werbepostkarte ca. 1957 von Kurt Sperrhake, Passau

Cembalo zweimanualig Modell "14". Werbepostkarte ca. 1957 von Kurt Sperrhake, Passau. Notenpult und Dockenleiste sind entfernt

  • Ambitus [Klaviatur-Umfang]: C-f3 = 4 1/2 Oktaven [notabene: Auch Kurt Sperrhake warb in seinen Werbeblättern mit der Angabe des "Tonumfanges". Aufgrund der 8'- und des 4'-Registers ergibt sich bei diesem Modell ein "Tonumfang" von C-f4 = 5 1/2 Oktaven, der jedoch spielpraktisch nicht von Relevanz ist]
  • Ausführung in ruhigem Nussbaumfournier ohne dominierende Jahresringe und Zeichnungen [lt. Kundenwunsch]; diese Ausführung war lt. Preisliste vom 1.10.1955 die günstigste und kostete 2.950 DM]
  • Länge: 161 cm; Breite 90 cm; Gewicht: 90 kg
  • zwei Manuale, keine Pedale, vier Handschieber, ein Handzug, ein Kniehebel
  • gebleite Holz-Springer mit Kunststoff-Zungen und Leder-Bekielung
  • Register Untermanual: 8'1, 8'1'-Laute
  • Register Obermanual: 8'2, 4', 8'2-Laute, 8'2-Piano (die Disponierung des 4'-Registers im Ober- statt im Untermanual geschah auf Wunsch des Kunden).
  • Untertastenbelag Holz schwarz gebeizt, Obertasten weiß Kunststoff poliert
  • Handschieber (links im Vorsatzbrett): 8'1, 8'1-Laute, darunter Handzug für Manualkoppel II/I; (rechts im Vorsatzbrett): 8'2, 8'2-Laute. Für den Piano-Effekt des 8'2 gibt es eine Raste im Schubweg; Kniehebel für 4'
  • Holzrastenbauweise mit offenem Unterboden, ohne Gußrahmen
  • drei sich konisch verjüngende Beine mit quadratischem Grundriss, keine Rollen.
  • Bezüge auf drei Ebenen (von oben): 8'1, 8'2, 4'; drei Stimmstockstege, (auffallend lange) Wirbel für 8'2, 4' liegen hinter Stimmstocksteg für 8'1, dadurch verschiebt sich die Anrisslinie beim 8'2 deutlich und ist ein Nasal-Register-Effekt für den 8'2 möglich.
  • auffallend hoher Klangsteg für 8' mit "Tunnelung"
  • geteilte Deckelstütze.

Provenienz: Prof. Dr. Ulrich Hamann, Berlin und Bochum; Erwerb für das Pianomuseum "Haus Eller" im Herbst 2011 von Familie Michael Hamann, Bamberg, in voll spielbarem Zustand.

Das Modell "14" wurde von Kurt Sperrhake sowohl mit Fuß- (4 Pedale) wie mit Handschaltung angeboten.

Literatur:

  • John Henry van der Meer, Ein überblick über den deutschen Cembalobau, in: Hermann Moeck (Hg.), Fünf Jahrhunderte deutscher Musikinstrumentenbau, Celle 1987, S. 235-262
  • Jan Großbach, Atlas der Pianonummern, 9. Aufl. Frankfurt/Main 1999, S. 280 (zum System der Seriennummernvergabe bei Sperrhake)
  • Edward L. Kottick: The "Serien" Builders: Ammer, Neupert, Wittmayer, and Sperrhake. in: ders.: A History of the Harpsichord. Blomington & Indianapolis: Indiana University Press 2003, S. 450 f.
  • Korrespondenz zur Bestellung und Wartung des Instrumentes (Hamann-Merzdorf, Hamann-Steinway Berlin, Hamann-Sperrhake); Werbematerial, Fotos und Preislisten Kurt Sperrhake, 1955ff.