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aktualisiert
Mittwoch, 19.06.2019 15:03

I086

1966 | Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780 des "Modells 150"

Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780 Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780 Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780 Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780 Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780 Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780 Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780 Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780 Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780 Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell Wilhelm Schimmel (Braunschweig) #77780

Kurzcharakteristik: Sonderanfertigung eines Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodells auf der Basis des Erfolgsmodells und Longsellers "Modell 150" aus der Pianofortefabrik von Wilhelm Schimmel aus dem Jahre 1966. Es handelt sich - nach Auskunft der Fa. Schimmel - wahrscheinlich um ein Unikat. Das rechte Drittel des Instrumentes ist (sauber) "weggeschnitten" und gibt dadurch den Blick auf die Konstruktion eines modernen Stutzflügels im Allgemeinen und des "Modells 150" von Wilhelm Schimmel im Besonderen frei. "Höhepunkt" der Schnitttechnik ist ein Schnitt durch einen im Stimmstock steckenden Wirbel. Ansatzweise vorhanden sind Korpusdeckel, Vorsatzbrett und Tastenklappe. Es fehlen u.a. Notenpult, rechtes Bein, Deckelstütze/n. Bestimmte Teile sind nicht abgeschnitten, sondern verkürzt gebaut (so z.B. der Tastaturunterrahmen, so dass die sonst rechts außen im Instrument befindliche Feder zur Rückstellung der Verschiebung Richtung Instrumentenmitte verschoben ist und dadurch die Funktionsweise der Pedalmechanik demonstriert werden kann).

Zum "Modell 150" (Mitteilung der Fa. Schimmel vom 21. Mai 2015): "Der Flügel Modell 1950 wurde seit Anfang der 1950er-Jahre, wahrscheinlich seit Ende 1951, gebaut. Er wurde überwiegend an Schulen - und das in großer Stückzahl - verkauft. Dies lag vor allem daran, dass er zu jener Zeit das günstigste deutsche Modell war und es auch noch keinen Markteinfluss aus Asien gab. Nachdem man ihn gegen Ende der 60er-Jahre leicht in Mensur, Platte und einigen anderen Details verändert und somit noch verbessert hatte, lief das Modell noch etwa bis zum Beginn der 90er-Jahre. Man kann davon ausgehen, dass hiervon zu Spitzenzeiten mehrere Hundert Stück im Jahr produziert wurden."

Die Seriennummer befindet sich nicht auf dem Stimmstock, sondern auf der Vorderseite des Tastaturunterbodens (siehe Fotos). Laut der "Generalübersicht" der Seriennummern von Schimmel müsste das Modell in das Jahr 1964 datieren. Lt. Auskunft der Fa. Schimmel wurde dieses Exemplare allerdings (erst) am 9. November 1966 ausgeliefert.

technische Daten:

  • Länge 150 cm - Basis von #77780 ist der Longseller "Modell 150" aus dem Programm von Schimmel
  • Breite 100 cm (Reduktion durch Schnitt! Breite von "Modell 150": 149 cm)
  • Höhe 97 cm bei geschlossenem Deckel.

Das Lehr-, Demonstrations- bzw. Schnittmodell ist auf einer Bodenplatte montiert und steht auf den Rollen des linken und des hinteren Beines (die Messing-Laufrollen dieser beiden Beine sind jeweils mit der Bodenplatte verschraubt und stehen in 5 mm tiefen Senken) und mittels einer Stützschraube auf der Lyra (rechtes Bein gehört zum "abgeschnittenen Bereich" und fehlt daher). Die Bodenplatte lässt sich wiederum auf vier Doppelrollen bewegen; Maße dieser (die Flügelform etwas nachempfindenden) Bodenplatte:

  • Länge 153 cm
  • Breite 110 cm
  • Höhe 12 cm

  • kreuzsaitiger Bezug; "Bassteilung" (d.h. Wechsel der Bezugsrichtung und übergang vom Bass- auf den Diskant-Klangsteg) zwischen Taste 27 und 28 (H und c)
  • A2 bis g: [35 von 88] Tasten vorhanden. Taste für g dabei ohne die Aussparung für die nächstkommende Obertaste gis. Untertastenbelag Elfenbein, Obertasten schwarz gebeizt (?).

  • A2-Fis1 einchörig umsponnener Bezug, mit Spiel- und Dämpfungs-Mechanik;
  • G1-A1 Tasten ohne Funktion: leere Agraffen weisen hin auf einchörig umsponnen;
  • B1-H Tasten ohne Funktion: leere Agraffen weisen hin auf zweichörig umsponnen;
  • c-dis zweichörig umsponnener Bezug, mit Spiel- und Dämpfungs-Mechanik
  • e-g dreichörig umsponnener Bezug, mit Spiel- und Dämpfungs-Mechanik.

  • 2 Pedale (mit Funktion): links Verschiebung, rechts Dämpfungsaufhebung; Lyra im Stil des "Modells 150" der 1960er-Jahre.

Provenienz: ausgeliefert am 9. November 1966 an das Pianohaus Kohl in Saarbrücken; Rückkehr nach Schimmel zu einem nicht bestimmbaren Zeitpunkt; dort Erwerb ca. 1998 durch Ratko Delorko; Erwerb Januar 2015 aus Sammlungsauflösung Ratko Delorko, Essen/Ratingen