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aktualisiert
Montag, 29.03.2021 11:45

I184

1927 | Oktavspinett Arnold Dolmetsch o. Nr. (Haslemere/Surrey)

Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927

Beschreibung: Oktavspinett (Spinettino), gebaut 1927 von [Eugène] Arnold Dolmetsch (geb. 24. Februar 1858, Le Mans, Frankreich; gest. 28. Februar 1940, Surrey, Vereinigtes Königreich) in Haslemere/Surrey.

Tischinstrument; historisierende Bauweise; es ist (noch) unbekannt, ob Dolmetsch ein historisches Original-Instrument kopierte oder sich in seiner Konstruktion an ein solches anlehnte. Erwerb mit originaler Transportkiste.

Breite 768 mm, Tiefe 493 mm, Höhe 136 mm; Korpus aus englischem Nussbaum; zahlreiche Hohlkehlen vergoldet. Tastenhebel mit aufgeschraubten Bleigewichten am hinteren Hebelende; ausgebleite Holzspringer mit Fähnchendämpfung, Holzzunge, Fußpilote.

4 Oktaven Ambitus c'-c'''' (ein Register 4') = 49 Töne, Kammerton 415 Hz; vom Vorbesitzer von Leder- auf Delrin-Bekielung umgestellt.

keine Seriennummer; signiert "Arnold Dolmetsch 1927" rechts hinten auf dem Stimmstock, signiert "M.[abel] D.[olmetsch] 1927" rechts auf dem Springerrechen, unterhalb der Dockenleiste; signiert "ARNOLD • DOLMETSCH • ANNO • M • CM • XXVII" auf Vorstecker. Inschrift in Girlande "MUSICA DONATUM DEI" rechts vorne auf dem Stilmstock. Inschrift "Dum vix tacui / mortua dulce cano" links neben dem Springerrechen, unterhalb der Dockenleiste.

Aufstellbares Notenpult auf der Innenseite des Klaviaturdeckels.

Die bei diesem Instrument besonders reich ausgefallene Bemalung cf. Dekoration von seiner dritten Ehefrau Mabel Johnston, die jeweils - so ist überliefert - in den Garten ging und sich die gerade blühenden Blumen als Vorlage für die Resonanzbodenbemalung auswählte, wurde vielleicht für eine Ausstellung oder Messe ausgeführt. Darauf deuten die Aufkleber auf der originalen Transportkiste hin (siehe Foto).

Es ist derzeit nicht bekannt, wie viele Instrumente (insbesondere historische Tasteninstrumente) Arnold Dolmetsch unter seinem Namen gebaut hat. Seriennummern tragen lediglich die schließlich in sehr großer Zahl gebauten Blockflöten.

Eugène Arnold Dolmetsch war ein französischer, ab 1917 in England wirkender Musiker (Studium Violine bei Vieuxtemps) und Instrumentenbauer (Klavierbauer; zunächst bei Chickering als Leiter der Abteilung historische Tasteninstrumente angestellt). Dolmetsch war einer der Pioniere beim Nachbau historischer Musikinstrumente (in erster Linie Blockflöten, aber auch historische Tasteninstrumente) im 20. Jahrhundert. Dolmetsch ist einer der bis heute besonders klangvollen Namen in der Branche. Er gilt als einer der frühesten Pioniere für historische Aufführungspraxis und wird in diesem Zusammenhang mit der Wiederentdeckung der Blockflöte im 20. Jahrhundert in Verbindung gebracht.

Erworben März 2020 aus der Sammlung von Christian Hauck; von diesem in Frankreich erworben.

Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927
Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927 Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927
Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927
Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927 Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927
Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927 Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927
Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927 Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927
Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927 Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927
Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927 Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927
Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927 Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927
Oktavspinett Arnold Dolmetsch 1927